Interne Fortbildung zum Thema CRPS

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Da ein Austausch jeglicher Art meist gewinnbringend und lehrreich für alle Teilnehmenden ist, gab es bei uns eine interne Fortbildung zum Thema komplexes regionales Schmerzsyndrom, früher als Morbus Sudeck bekannt, heute in Kurzform CRPS (engl.) genannt.

Dieses tritt sehr selten, ca. bei 2-5% der Menschen, die ein Trauma, in Form eines Bruchs oder einer starken Gewalteinwirkung auf eine Extremität ihres Körpers hin erfahren haben. Dabei werden Typ I und II unterschieden, jeweils mit oder ohne Nachweis einer Nervenschädigung. Zusätzlich gibt es noch zwei weitere Unterscheidungen, nämlich die eines „kalten“ und eines „warmen“ CRPS, wobei sich die verletzte Extremität entweder wärmer oder kälter im Vergleich zum Körper anfühlt.

Wichtig in der Behandlung und im Alltag der Betroffenen allgemein ist hierbei, möglichst viele Bewegungen unter der Schmerzgrenze zu erreichen, den Tonus der betroffenen, sowie umliegender Muskulatur zu regulieren, als auch den Sympathikus. Darum können Techniken, die den Vagus Nerv betreffen, helfen:

Diesen können wir durch Atemübungen, aber generell ansonsten durch viele Dinge, die uns entspannen oder beruhigen, beeinflussen. Die Meditation ist ein gutes Mittel, um das Nervensystem herunterzufahren, da es Körper und Atem in Einklang bringt. Auch andere Aktivitäten, die uns in einer positiven Form ablenken, können zu einer Schmerzreduktion führen. Außerdem gibt es Studien zur Gabe von hochdosiertem Vitamin C und es ist wichtig auf einen ausgeglichenen Vitamin- und Nährstoffhaushalt zu achten. Zur pflanzlichen Entzündungshemmung sind Brennnessel und Kurkuma hilfreich. In Bezug auf Werkzeuge, Hilfsmittel und Schienenversorgung ist alles, was die Mobilität und Aktivität fördern, sowie den Zielen des Patienten nachgeht, sinnvoll.

Ein weiterer wichtiger Faktor, ist die psychologische Unterstützung. Viele Menschen, meinen, dass sie ihre „Zähne zusammenbeißen und funktionieren müssen“ und vergessen dabei auf ihre Grenzen zu achten. Diese können sich aufgrund von Schmerz verschieben und müssen neu definiert werden. Alles, was jedoch dazu beiträgt, den Status quo zu akzeptieren und das Selbstbild zu verbessern, die Betroffenen zur (Wieder-) Aufnahme von angenehmen Hobbies und Aktivitäten bringt, ist wünschenswert. Dies kann einer eingeschränkten Beweglichkeit durch Angstvermeidung vor dem Schmerz entgegenwirken. Auch Graded Motor Imagery, wozu Aufgaben zur Rechts-Links-Diskriminierung und das Anbahnen von Bewegungsvorstellungen zählt, ist ein wichtiger Bestandteil in der Therapie von CRPS.

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