Erwachsene

Hände sind immer wieder ein Wunder - einzigartig im Aussehen und in ihrer Funktion. Wer schon einmal, sei es nur eine kleinere Handverletzung hatte, weiß, wie abhängig wir von unseren Händen in allen Lebenslagen sind.

Im Rahmen der Handtherapie und Rehabilitation kommt vor allem die motorisch-funktionelle und sensomotorisch-perzeptive Behandlung, sowie die Schienenherstellung und Kälte-Wärmetherapie zum Tragen.

Wir haben jahrelange Erfahrungen bei

  • allen Handfunktionsstörungen, Handverletzungen, traumatischen Schäden
  • CRPS (complex regional pain syndrome), früher Morbus Sudeck
  • allen Formen der Arthritis und Arthrosen - Rheumatische Erkrankungen
  • Dupuytren-Kontrakturen
  • Muskeldystrophien, Myopathien
  • Paresen (schlaffen und spastischen Lähmungen)
  • Zustand nach Verbrennungen, nach operativer Versorgung
  • Zustand nach Digitalamputation oder Armamputation
  • Schreibkrämpfe

Die Behandlungsziele sind hier:

  • Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster
  • Aufbau und Erhalt physiologischer Funktionen
  • Entwicklung und Verbesserung der Feinmotorik
  • Entwicklung und Verbesserung von Bewegungsabläufen und der funktionellen Ausdauer
  • Verbesserung von Gelenkfunktionen, einschließlich Gelenkschutz
  • Vermeidung der Entstehung von Kontrakturen (Gelenkeinsteifungen)
  • Narbenabhärtung
  • Sensibilitätstraining (Erkennen von Temperaturunterschieden, von Materialien und Gegenständen)
  • Schmerzlinderung
  • Ödemprophylaxe
  • Erreichen und Verbessern von eigenständiger Lebensführung (Haushalt, Beruf, Hobby, Arbeitsplatzveränderung, Hilfsmittel und Adaptionen)

Seit den 40er Jahren hat sich die Schienenbehandlung analog zur Handchirurgie enorm weiterentwickelt und sich ihren festen Platz in der Handchirurgie erobert.

Bei Patienten mit orthopädischen, rheumatologischen, neurologischen und traumatologischen Verletzungen oder Erkrankungen werden heute mit modernsten thermoplastischen Schienenmaterialien individuelle Hand- bzw. Fingerschienen direkt angeformt. Diese sind jederzeit veränderbar.

Grundsätzlich wird zwischen statischen und dynamischen Schienen unterschieden.

Statische Schienen

Statische Schienen werden hauptsächlich zur Ruhigstellung eines oder mehrerer Gelenke eingesetzt.

Die damit verbundenen Ziele sind:

  • Unterstützung des Heilungsprozesses
  • Vermeidung von Überlastung
  • Verhinderung von Kontrakturen
  • Schützen der gelähmten Muskulatur vor Überdehnung

Hier einige Krankheitsbilder, bei denen statische Schienen zur Behandlung eingesetzt werden:

  • Mittel- und Endgliedsfrakturen
  • Verletzungen des Kapsel-Band-Apparates in Kombination mit entsprechenden Übungsschienen
  • posttraumatische Ruhigstellung
  • Immobilisierung bei entzündlichen Prozessen
  • Ruptur eines Seitenbandes
  • Rhizarthrosen
  • allgemeine Daumeninstabilität
  • Fehlbildungen
  • Dupuytrenische Kontraktur
  • Kamptodaktylie

Dynamische Schienen

kommen mit folgenden Zielen zum Einsatz :

  • passives Mobilisieren eines oder mehrerer Gelenke
  • passives oder unterstütztes Bewegen und Kräftigen gelähmter oder geschwächter Muskulatur
  • Vermeidung von Kontrakturen (Verhinderung von Gewebeschrumpfungen oder Verkürzungen)
  • Verhindern von Verklebungen und Verwachsungen der Sehnen durch kontrolliertes Sehnengleiten

Hier einige Krankheitsbilder, bei denen dynamische Schienen zur Behandlung eingesetzt werden:

  • Durchtrennung der Beuge- oder Strecksehnen nach operativer Versorgung
  • bei Beuge- oder Streckkontrakturen
  • Tenolysen
  • Arthrolysen
  • Quetschverletzungen
  • stabile Frakturen
  • postoperativ nach Swanson-Prothesen

Neurologische Erkrankungen stellen große Einschränkungen in der Handlungsfähigkeit der Betroffenen dar. Die einfachsten alltäglichen Abläufe werden zu schier unüberwindbaren Hindernissen.

Im Rahmen der neurologischen Ergotherapie werden von allem die sensomotorische-perzeptive Behandlung, motorisch-funktionelle Behandlung und auch das Hirnleistungstraining verordnet.

Behandlungsschwerpunkte nach neurologischen Erkrankungen

  • Koordination von Bewegungsabläufen, alltagsnah und ressourcenorientiert
  • Abbau pathologischer Bewegungs- und Haltungsmuster
  • Sensibilitätstraining
  • Training alltäglicher Abläufe
  • Erreichen und Verbessern von eigenständiger Lebensführung
  • Training kognitiver Fähigkeiten

mögliche Krankheitsbilder

  • Schlaganfall
  • Schädel-Hirn Trauma
  • Cerebralparesen
  • Multiple Sklerose
  • Morbus Parkinson

Psychische Erkrankungen können u.a. Hemmnisse und Unsicherheiten in vielen Lebenssituationen darstellen und die Teilhabe am Leben erschweren.

Im Rahmen psychischer Behandlungen in der Ergotherapie werden hauptsächlich psychisch folgende Behandlungen verordnet.

Wir haben Erfahrung bei

  • Psychosen
  • Depressionen und Manien
  • Belastungsstörungen
  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Die Behandlungsziele sind

  • der Aufbau persönlicher Kompetenzen
  • Erreichen und Verbessern der eigenständigen Lebensführung
  • das eigene und das Verhalten anderer zu reflektieren
  • den Umgang mit persönlichen Hürden zu verbessern